Meine Heimatstadt,
Mein Oberbürgermeister.
Thomas Kiechle
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Das Ergebnis der Wahl habe ich mit Respekt zur Kenntnis genommen. Ich danke Ihnen herzlich für das Vertrauen und die vielen Begegnungen in den vergangenen Jahren. Es war mir eine große Ehre, unserer Stadt als Oberbürgermeister zu dienen. Für die Zukunft wünsche ich meinem Nachfolger Christian Schoch alles Gute.
Ihr Oberbürgermeister
Thomas Kiechle
Nein – im Gegenteil. Kempten gehört zu den wirtschaftlich stärksten Standorten im Allgäu. Unsere Stärke ist der breite Mittelstand, innovative Unternehmen, weltweit agierende Familienunternehmen und die Hochschule Kempten als Motor für Fachkräfte und Innovation. Ich habe dafür gesorgt, dass sich Betriebe weiterentwickeln können, Start-ups gefördert und begleitet werden. In den letzten 10 Jahren sind 10.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze dazugekommen. Aktuell befinden sich unsere Gewerbeeinnahmen auf einem historischen Höchstniveau.
Nein. Der Wohnungsmarkt ist angespannt – das betrifft aber viele attraktive Städte in Bayern. Ich möchte dennoch, dass Menschen hier in Kempten mit unterschiedlichem Einkommen gut leben können. Meine Antwort darauf: Neue Wohngebiete, geförderter Wohnraum und Nachverdichtungen. Allein die Sozialbau hat aktuell 4.300 Wohnungen in Kempten mit einer Durchschnittsmiete von 6,70 €.
Nein. Der Bachtelweiher bleibt vor allem ein Naherholungsgebiet für die Menschen aus Kempten und der Region. Ziel ist ein ausgewogenes Miteinander von Natur, Erholung und verantwortungsvoller Nutzung. Die Pläne des Investors stehen auch erst am Anfang.
Die Immobilie gehört privaten Eigentümern. Deshalb entscheidet die Stadt nicht allein über die Nutzung. Die Stadt kann hier lediglich Baurecht schaffen. Um eine gute Lösung für die Innenstadt zu erreichen, bin ich mit den Eigentümern und Investoren regelmäßig in engem Austausch. Es macht keinen Sinn, öffentliche Mittel in den teuren Erwerb und teuren Umbau dieses Gebäudes zu investieren. Diese Größenordnung würde viele Zukunftsprojekte zu Fall bringen - wie z. B. den Neubau der Grundschule in Heiligkreuz oder die Erweiterung des Carl-von-Linde Gymnasiums.
Ja klar – und genau das tun wir. Sicherheit ist eine Daueraufgabe jeder Stadt. Kempten arbeitet eng mit Polizei, Sicherheitsbehörden und sozialen Einrichtungen zusammen. Ich weiß, dass aktuell an einigen Orten Verbesserungspotenzial besteht. Das habe ich im Blick, jeder soll sich sicher fühlen.
Der Begriff beschreibt ein modernes Prinzip der Stadtplanung: Regenwasser wird möglichst vor Ort gespeichert, versickert oder genutzt, statt sofort in die Kanalisation zu fließen. Das hilft bei Starkregen und extremen Wetterbedingungen, schützt vor Überflutungen und verbessert gleichzeitig das Stadtklima. Stadtplanung muss heute immer auch eine nachhaltige und klimaangepasste Entwicklung im Blick haben. Dazu gehört der bewusste Umgang mit Regenwasser – zum Beispiel durch Versickerungsflächen, Grünräume oder Rückhaltebereiche. Solche Ansätze berücksichtigt die Stadt Kempten in ihren
Planungen. In meiner Amtszeit wurden die Parkstadt Engelhalde und das Erschließungsgebiet Halde-Nord so entwickelt. Mein Ziel ist es, die Stadt zunehmend widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen und gleichzeitig das Stadtklima zu verbessern.
Nein. In Bayern gibt es grundsätzlich keine generelle Sperrstunde für die Gastronomie. Lediglich eine kurze gesetzliche „Putzstunde“ zwischen 5 und 6 Uhr ist vorgesehen. In Einzelfällen können Regelungen für Außenbereiche oder Veranstaltungen getroffen werden – zum Beispiel aus Rücksicht auf Anwohner.
Ja – und genau deshalb investieren wir kontinuierlich in den Ausbau. Ziel ist ein sicheres, durchgängiges Radwegenetz, das den Alltag erleichtert und gleichzeitig eine klimafreundliche Mobilität stärkt. Mein Ziel ist es, gefährliche Stellen für alle Verkehrsteilnehmer zu entschärfen. Mir ist bewusst, dass da noch Luft nach oben ist.
Grundsätzlich ja. In allen Wohngebieten wurde unter meiner Führung bereits Tempo 30 umgesetzt. Bei der Planung müssen aber alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden, damit keine neuen Hotspots durch Schleichverkehr oder Umfahrungen entstehen. Wenn man in der gesamten Innenstadt alle Hauptstraßen mit Tempo 30 machen würde, belastet das die Ringe um unsere Stadt deutlich mehr, weil Ausweichverkehr entsteht. Das kann man den Anwohnern dort nicht zumuten. Ich bin allerdings sehr dafür, punktuell an gefährlichen Stellen nachzubessern.
Wort Halten und in Taten umsetzen. Rückblick auf realisierte Projekte
Es ist mir wichtig, das Amt des Oberbürgermeisters weiterhin aufrecht und klar auszuüben und mein Wort zu halten. Dafür bitte ich um Ihre Stimme.